Die 10 Gewinner-Projekte des ersten Projektwettbewerbs Küstenfeuchtgebiete

Im Rahmen des ersten Ideenwettbewerbs förderten wir gemeinsam mit der Lighthouse Foundation 10 Projekte von insgesamt 27 eingereichten Anträgen, welche von einem Expertenausschuss bewertet worden waren.


Stärkung der lokalen Kapazitäten für die gemeinschaftliche Überwachung von Küstenvögeln in geschützten Mangrovengebieten, Ecuador

Das Projekt betrifft ein wichtiges Gebiet mit Mangroven und ausgedehnten Wattflächen in einer großen Mündungsregion des Golfs von Guayaquil. Mitglieder verschiedener lokaler Interessensverbände wurden umfassend im Monitoring, insbesondere der Watvögel, geschult, um die Vielfalt und Anzahl der in diesem Gebiet vorkommenden Vögel fortwährend zu beobachten.
„Aves y Conservación“ ist ein nationaler BirdLife-Partner mit dem Ziel, den Schutz von Vögeln, ihrem Lebensraum und der biologischen Vielfalt als Ganzes in Ecuador zu unterstützen.


Stärkung von Forschung, Management und Verwaltung der Küstenfeuchtgebiete von
Pisco und San Andrés, Peru 

Durch die Kombination von Aktivitäten wie wissenschaftlicher Feldarbeit und die Konzeption und Verbreitung von Bildungsmaterialien mit Workshops, konnten Entscheidungsträger und lokale Interessengruppen Wissen und Wertschätzung über diese Ökosysteme und ihre Biodiversität aufbauen und einen Umweltmanagementplan für diese Feuchtgebiete ausarbeiten.
Der Verein „Grupo de Aves de Peru“ besteht aus lokalen Arbeitsgruppen in verschiedenen Teilen des Landes, die sich dem Vogelschutz in ihren natürlichen Lebensräumen widmen. 


Die Feuchtgebiete von Peru´s Nordküste auf lokalen Festivals kennenlernen

Eine Sensibilisierungskampagne über Medien und verschiedene Festivals hebte die die Bedeutung der Feuchtgebiete der Virrilá-Mündung (Piura), San José und Eten (Lambayeque) als schutzbedürftige Ökosysteme hervor. Aufgrund der Pandemie mussten einige geplante Aktivitäten virtuell durchgeführt werden, dennoch waren sie erfolgreich und stärkten die NGO in ihren Kapazitäten.
Das Zentrum für Ornithologie und Biodiversität (CORBIDI) ist eine peruanische NGO und setzt sich für Wissenschaftsförderung, die Verbreitung von Wissen über bedrohte Arten und empfindliche Ökosysteme sowie die Durchführung von Forschungs- und Schutzmaßnahmen ein.


Die Hüter der Feuchtgebiete

In diesem Projekt wurde ein innovatives Schulungsprogramm mit dem Namen "Los Guardianes de los Humedales" entwickelt. Eine Gruppe von 30 jungen Universitätsstudenten und Fachkräften mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen erhielten in theoretischen und praktischen   Modulen Schulungen zu Themen der Erhaltung von Küstenfeuchtgebieten.
Die Universität „Científica del Sur“ ist eines der wichtigsten Forschungsinstitute und Wissensvermittler in Bezug auf Küstenfeuchtgebiete in Peru. Ihr Projekt verfolgte einen innovativen Ansatz zum Aufbau von Kapazitäten für Forschung, Monitoring und Umweltbildung.


Pichilemu Küstenfeuchtgebiete, Chile: Auf dem Weg zur Unterschutzstellung

In diesem Projekt wurde ein integrierter Schutzplan für die Feuchtgebiete Cahuil und Petrel entwickelt. Die zuständige NGO war verantwortlich für die Gesamtentwicklung des Prozesses, insbesondere für die Einbeziehung der relevanten lokalen Akteure.
Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung von Pichilemu (CEDESUS) ist eine lokale gemeinnützige Organisation, die den Schutz und die Wiederherstellung des natürlichen und kulturellen Erbes rund um das kleine, aber touristische Küstenfischerdorf Pichilemu fördert und unterstützt.


Renaturierung und Wiederherstellung des Artenreichtums zum Erhaltung des
Mantagua-Feuchtgebietes, Chile

Um ein besseres Verständnis und eine Verbesserung der ökologischen Zustände im Mantagua-Feuchtgebiet zu erreichen, wurde auf zwei Ebenen   gearbeitet: Feldarbeit und Verwaltungsangelegenheiten. Im Feld wurden Forschung, Überwachung und der Aufbau einer zuverlässigen Datenbank über die biologische Vielfalt durchgeführt. Zur administrativen Seite gehörten Koordinierung, runde Tische und die Einrichtung eines Netzwerks mit lokalen Akteuren.
Die Stiftung zur Integration des Natur- und Kulturerbes (FIPaNCu) bringt junge Fachleute mit einem starken Interesse am Umweltschutz zusammen, die das natürliche und kulturelle Erbe aufwerten und lokale Gemeinschaften mit ihrer Umwelt verbinden wollen. Die Stiftung will ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen menschlichen Aktivitäten und der Natur unterstützen.


Wasser in der Wüste – Schutz und Nachhaltiges Management des Feuchtgebietes La Chimba, Antofagasta

Die Entwicklung eines umfassenden Lehrplans über aquatische Ökosysteme und die Auswirkungen des Menschen für Schulen und Behörden wurde realisiert. Dafür wurde ein dreistufiger Prozess durchgeführt:  die Ausarbeitung und Auswahl der Themen, die Schulung der Lehrer und zum Schluss die Anwendung des Lehrplans.
Die Umsetzung erfolgte durch die Kennedy Stiftung, eine NGO, die sich auf die Erhaltung von Feuchtgebieten und den Schutz von Wasser als lebenswichtige Ressource konzentriert. Sie leitet Schutzbemühungen in einer Reihe wichtiger Feuchtgebiete in Chile und fördert aktiv gute Verwaltungspraxis, Umweltbildung, Forschung und öffentliches Bewusstsein.


Küstenvögel-Monitoring Netzwerk zum Schutz von Feuchtgebieten an Chiles semi-arider Küste

Umweltbildung, Untersuchungen zu Ufervogelpopulationen  und die Entwicklung eines lokalen Erhaltungsplans waren die Hauptaktivitäten  dieses Projekts. Ein wichtiges Ergebnis ist der Aufbau eines Netzwerkes mit lokalen Akteuren für die Überwachung zwei bedrohter Küstenvogelarten, den Braunmantel-Austernfischer (Haematopus palliatus) und den Schneeregenpfeifer (Charadrius nivosus).
Das Netzwerk der chilenischen Vogel- und Wildtierbeobachter  (ROC) hat zum Ziel, Vögel und Wildtiere durch Forschung, Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftlicher Bürgerbeteiligung und Umweltbildung zu schützen.


E-Learning-Kurs zur Erhaltung von Küstenfeuchtgebieten und Küstenvögeln

Für den Schutz der chilenischen Küstenfeuchtgebiete wurde ein E-Learning-Kurs entwickelt, mit dem Ziel der Wissensvermittlung über sinnvolle Nutzung dieser Gebiete und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Von knapp 600 Teilnehmern schlossen 459  den Kurs erfolgreich ab.
Die chilenische Stiftung „Núcleo Nativo“ wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, die Bindung zwischen Mensch und Umwelt zu stärken und das sozioökologische Gleichgewicht zu fördern. Entscheidend für sie ist die Einbeziehung und Unterstützung des Unternehmertums für benachteiligte und gefährdete Gruppen, die Umweltbildung sowie den Schutz und die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt.


Analyse und Stärkung von Management und Verwaltung in Zusammenhang mit Küstenfeuchtgebieten

Das Projekt widmete sich der verantwortungsvollen Verwaltung von Küstenfeuchtgebieten und konzentrierte sich auf entsprechende Vorschriften in Chile, Peru und Ecuador. Dazu wurde eine vergleichende Studie der umweltrechtlichen Instrumente in den drei Ländern durchgeführt, um den aktuellen Stand der internen Gesetzgebung zu diesem Thema zu beschreiben. Dies eröffnet neue Möglichkeiten und Vorschläge zur Verbesserung des rechtlichen Rahmens zum Schutz der Küstenökosysteme in diesen Ländern.
Die Universität Nottingham-Chile ist eine von der Britischen Universität gegründete Stiftung, um die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Chile zu erleichtern und Entwicklungen in Chile und ganz Südamerika zu unterstützen.

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