Tüpfelgrünschenkel - ein seltener Gast aus Sibirien im Ayeyarwaddy Delta (Foto: Stefan Pfützke)


Großer Knutt (Foto: Henning Thießen)

Dorfleben im Ayeyarwaddy Delta

Mangroven, Wattflächen und Inseln im Myeik Archipelago

Sunda-Marabu

Global bedrohter Buckeldelfin (Foto: Stefan Pfützke)

Krabbenfischer bei Hochwasser im Watt

Frühlingspapageichen im Myeik Archipelago

Mangroven
(alle Fotos: Christoph Zöckler, sofern nicht anders angegeben)

 

Ramsargebiete und Biosphärenreservate in Myanmar

Großer Erfolg: Nach jahrelangem Engagement der Stiftung in Myanmar sind zwei wertvolle Küstenbiotope als Ramsargebiete anerkannt worden!

Damit konnte die Stiftung im Golf von Mottama das wichtigste birmanische Überwinterungsgebiet für den Löffelstrandläufer sichern, für dessen Schutz sich die Manfred-Hermsen-Stiftung an Asiens Küsten von Sibirien bis Bangladesh einsetzt.

Die Stiftung betrachtet, wie anderswo auch, die Integration der umliegenden bewohnten Gebiete in das Schutzkonzept als wichtig und setzt sich deshalb langfristig für die Einrichtung großflächiger Biosphärenreservate (UNESCO Man and Biosphere-Program) um die Schutzgebiete ein.

Myanmar, das auch als Birma bekannte tropische Land in Südostasien, ist viele Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit in 1962 im Gegensatz zu den meisten Ländern Südostasiens kaum entwickelt, und so ist noch viel Natur erhalten. Doch der Druck einer wachsenden Bevölkerung und Konsumgesellschaft wird immer stärker spürbar. Auch die sehr willkommene demokratische Öffnung der Gesellschaft stellt starke Anforderungen an den Naturschutz im Lande.

1) Golf von Mottama - Neues Ramsargebiet, Löffelstrandläufer-Rastgebiet

2) Meinmahla Kyun im Ayeyarwaddy Delta - Ramsargebiet und Biosphärenreservat in Planung

3) Myeik Archipelago – Ramsarschutzgebiet und Biosphärenreservat in Planung


Im Golf von Mottama (1) ist die Ausweisung des wichtigsten Überwinterungsgebietes des Löffelstrandläufers als Ramsargebiet ein wichtiger Teilerfolg. Siehe auch Küstengebiete Asiens.

Ayeyarwaddy Delta (2): In diesem Delta sind bereits 80 % der Mangroven verloren oder degradiert. Nur noch kleine Reste sind als ‚Wildlife Sanctuary‘ erhalten, wie z. B. das Gebiet Meinmahla Kyun. Dieses letzte Mangroven-Refugium wird nun zusammen mit den umgebenen Wattflächen von insgesamt 50,000 ha ebenfalls zu einem neuen Ramsargebiet. Insgesamt erhöht sich damit die Zahl der Ramsargebiete im Land auf vier.

Insbesondere dieses Küstengebiet mit seiner Umgebung eignet sich gut als Biosphärenreservat, um dessen Entwicklung wir uns zusammen mit unseren Partnern vor Ort kümmern. Die gerade erfolgte Auszeichnung als Ramsargebiet hilft dabei entscheidend.

Myeik Archipelago (3): Weiter südlich in Taninthary, der Grenzregion zu Thailand, gibt es immer noch weitflächige, große und oft ungestörte Mangrovenwälder, Wattflächen, Waldinseln und Korallenriffe. Auch hier regen wir derzeit erste Planungen an, um weite Küstenbereiche als Biosphärenreservat zu entwickeln.

Zu diesem hochgradig gefährdeten Gebiet um die Region von Myeik haben wir bereits Bestandserhebungen und auch erste Workshops mit lokalen NGOs und der Universität  durchgeführt. Die Schutzausweisung ist ein langwieriger Prozess und bedarf eines langen Atems und der Mitwirkung vieler Partner.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Pressemitteilung zu Meinmahla Kyun

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