Löffelstrandläufer auf dem wichtigen Zwischenstopp im Herbst; Tiaozini, Rudong, China


Unser Partner Jing Li (knieend) mit Trainees im Schutzgebiet Tiaozini

Erfolg in China

Wichtiges Schutzziel für den extrem gefährdeten Löffelstrandläufer erreicht.

Das bedeutendste Rastgebiet des Löffelstrandläufers, das Küstenfeuchtgebiet Tiaozini in der Jiangsu Provinz nördlich von Shanghai, ist nun von der Chinesischen Regierung mit in ihre Vorschlagsliste für das Weltnaturerbe Gelbes Meer aufgenommen worden und wird damit entsprechend geschützt.

Dies ist ein großartiger Erfolg der Spoon-billed Sandpiper (SBS) Task Force, die bereits 2004 als SBS Recovery Team von der Manfred-Hermsen Stiftung mit ins Leben gerufen wurde und koordiniert wird. Jahrelang hat sie sich gemeinsam mit vielen weiteren nationalen und internationalen Naturschutzorganisationen und Institutionen für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Löffelstrandläufers und dieses Feuchtgebietes eingesetzt, u.a. mit einem Kampagnenbüro in Shanghai. 

Diese gemeinsamen Aktivitäten haben sehr wahrscheinlich zu einem Umdenken in China im Umgang mit der Küste beigetragen. Viele Jahre der schlimmsten Befürchtungen, dass auch dieses zentrale Rastgebiet gänzlich der bisherigen Eindeichungspolitik zugunsten weiterer industrieller Nutzung geopfert werden soll, sind nun der Hoffnung auf Erhalt und Wiedererschaffung von wichtigen Küstenfeuchtgebieten gewichen.

Außer dieser Gebietssicherung von ca. 40.000 Hektar sind insgesamt 14 Küstenfeuchtgebiete am Gelben Meer als Weltnaturerbe vorgeschlagen worden. Sie bieten Lebensraum für viele hunderttausende von wandernden Wasservögeln und bilden die Lebensgrundlage für hunderte von lokalen Muschelfischern. Die chinesische Regierung will nun sogar noch weiter gehen und einige der bereits eingedeichten Gebiete restaurieren lassen! Zusätzlich hat die chinesische Regierung der Universität in Bejing hohe Millionenbeträge für den Schutz des Löffelstrandläufers und drei weiterer global gefährdeter Arten zur Verfügung gestellt. China hat sich damit in nur wenigen Jahren von einem der größten Lebensraumzerstörer der Küstenfeuchtgebiete in Asien an die Spitze derer gestellt, die die wichtigen Küstenfeuchtgebiete und Trittbrettsteine für viele Vogelarten auf dem ostasiatischen Zugweg schützen.

Näheres zum Projekt sowie alle Newsletter der Task Force zum Thema
(No. 11 - 18) finden Sie hier.


Yangcheng Workshop im Dezember 2017, wo wichtige Weichen gestellt wurden.

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