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Neuigkeiten zur Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas"

Erster Europäischer Flussgipfel in Sarajevo

Sarajevo, 30. September 2018 
Sarajevo wurde zwischen dem 27. und 29. September zum Zentrum für europäische Flussschützer und Staudammgegner. Beim ersten „European Rivers Summit“ diskutierten 250 Personen aus über 30 Ländern, wie die Zerstörung von Europas Flüssen durch Wasserkraft gestoppt werden kann. Auch die Frage, wie die letzten freifließenden Flüsse langfristig geschützt und jene, die bereits zerstört wurden, renaturiert werden können, beschäftigte die Teilnehmer.

250 Personen aus über 30 Ländern nahmen am ersten Europäischen Flussgipfel in Sarajevo teil.
© Luka Tomac (Kunst) und Flying Pangolin Film (Foto)

Die Teilnehmer formulierten eine Liste mit Forderungen adressiert an die relevanten Entscheidungsträger in Politik und Industrie. In dieser Deklaration fordern die Flussschützer die EU Kommission, die Energieindustrie, internationale Banken und nationale Regierungen auf, die Finanzierung und Förderung von Wasserkraftprojekten als grüne und erneuerbare Energiequelle zu stoppen. Diese Forderungen zielen darauf ab, die Ziele der EU Wasserrahmenrichtlinie erfolgreich zu implementieren und somit Flüsse bis 2027 wieder in einen guten ökologischen Zustand zu bringen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Die Manfred-Hermsen-Stiftung unterstützt die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Euopas“ bereits seit  2012. Der nun erste Europäische Flussgipfel wurde von Riverwatch (Österreich) und Center for Environment (Bosnien-Herzegowina) organisiert und im Rahmen einer neu formierten Allianz verschiedener  europäischer NGOs ausgeführt mit dem Ziel, Europas Flüsse zu retten. Den Abschluss bildete ein Konzert in Sarajevos Stadtzentrum mit bekannten Musikern aus unterschiedlichen Ländern der Balkanregion.
Der nächste Europäische Flussgipfel findet 2020 in Portugal statt.

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London, Prag, Radolfzell, Wien, 21. Juni 2018
Vertreter der Kampagne "Save the Blue Heart of Europe" zur Rettung der letzten verbliebenen Wildflüsse Europas haben am 20. Juni gemeinsam eine Petition an hochrangige Mitarbeiter der Londoner Zentrale der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) übergeben. Diese wurde bisher weltweit von über 120.000 Menschen unterschrieben. In der Petition, die im April 2018 als Teil einer breit angelegten globalen Kampagne gestartet wurde, werden die internationalen Entwicklungsbanken aufgefordert, sich aus der finanziellen Unterstützung für Wasserkraftprojekte auf dem Balkan zurückzuziehen – bevor die letzten Wildflüsse Europas unwiederbringlich zerstört sind.


1. Vertreter der Kampagne „Save the Blue Heart of Europe“ vor der Zentrale der Londoner EBWE-Bank. Mit dabei: 120.000 Unterschriften.
2. Übergabe der Unterschriften an Pierre Heilbronn, Vizepräsident der EBRD. Noch nie hat die EBRD so viele Petitionsunterschriften in Energiefragen erhalten.
© Jason Alden, Patagonia

Die Petition zielt auf die Geldgeschäfte der EBWE, der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank ab, die zusammen mindestens 82 Wasserkraftwerke auf dem Balkan - davon 37 in Schutzgebieten - mit Gesamtinvestitionen von 727 Millionen EUR finanziert haben. Diese sogenannten Entwicklungsbanken fungieren als Vorreiter für wirtschaftliche Aktivitäten in der Region; kommerzielle Kreditgeber folgen ihnen bei Investitionen in Wasserkraftwerke. Darunter sind zum Beispiel die österreichische Erste Bank und die italienische Unicredit, die mindestens 158 Wasserkraftwerke finanziert haben.

Mit der Petition werden die Banken aufgefordert, die Finanzierung von Projekten, die sich in Schutzgebieten und an anderen wertvollen Flussabschnitten befinden, unverzüglich einzustellen. Es müssen zukünftig strengere Auflagen für Kreditvergaben in ökologisch wertvollen Bereichen gelten. Gleichzeitig sollen die Banken ihre Mittel für Energieeffizienz und andere erneuerbare Energiequellen, deren Potenzial auf dem Balkan noch weitgehend ungenutzt ist, deutlich erhöhen.


Die „Screaming Lady“ als Symbolbild des Widerstands gegen Wasserkraft auf dem Balkan, hier im Fluss Neretva in Bosnien-Herzegowina © Andrew Burr


Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur, Riverwatch, Bankwatch und Patagonia

Weitere Informationen zur Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas"

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Weltpremiere des Films „Blue Heart“ auf einem Staudamm in Bosnien-Herzegowina

Konjic, 29. April 2018
Vor der spektakulären Kulisse der Idbar Staumauer in Bosnien-Herzegowina fand gestern Abend vor etwa 500 Besuchern die Premiere des Films „Blue Heart“ statt. Der Film dokumentiert den Kampf gegen die Staudammflut auf dem Balkan und für den Erhalt der einzigartigen Flüsse Europas.

Die 40-minütige Dokumentation unterstützt die von uns geförderte Kampagne „Rettet das blaue Herz Europas“ zum Schutz der letzten Wildflüsse Europas auf dem Balkan. Im Zentrum steht der Widerstand gegen Wasserkraftprojekte in Albanien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina, z.B. der Frauen von KrušÄica, die seit mehr als 220 Tagen und Nächten eine Baustelle in den bosnisch-herzegowinischen Bergen besetzt halten.

Weiterlesen: Gemeinsame Pressemitteilung von Riverwatch, EuroNatur und dem Center for Environment

 


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