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24.03.2011: Die neue Revolution in Anatolien - Film über den Staudammwahn in der Türkei    

Bis 2023 plant die Regierung in Ankara den Bau von 1.738 Wasserkraftwerken und zusätzlich 2.000 Staudämmen zu Bewässerungszwecken. Das Land soll trocken gelegt werden. Doch der Widerstand wächst und hat sich zu einer nationalen Bewegung entwickelt. In der Türkei ist ein Kampf ums Wasser voll entbrannt, ein Kampf gegen die Staudämme.

Was der Bau von angeblich "sauberer Wasserkraft" tatsächlich bedeutet, zeigt ein beeindruckendes Video von Mitgleidern des türkischen Wasserparlaments, einem Zusammenschluss von NGOs, Initiativen und Aktivisten, die den Staudammwahn stoppen wollen. "Anatolian Revolt" zeigt in beeindruckenden Bildern, wie schön die Landschaft Anatoliens noch ist und wie verheerend rücksichtslos die türkische Wasserpolitik ist.

Der Film zeigt aber auch, dass der Widerstand gegen diese Zerstörung wächst. Menschen, die sich bisher nie gegen die Regierung aufgelehnt haben, werden zu erbitterten Demonstranten. "Diesen Film sollte man sich ansehen, v.a. diejenigen, die die Türkei nur aus dem Urlaub kennen. Der Widerstand gegen die Staudämme ist zu einem Motor der Demokratisierung geworden. Wasserkraft ist nicht nachhaltig, sondern zerstört Leben," so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich.

LINK ZUM FILM: vimeo.com/vermeyoz/revolt

Weitere Informationen zum geplanten Ausbau der Wasserkraft in der Türkei finden sich im Bericht des türkischen Wasserparlaments: "HEPP's, Dams and the Status of Nature in Turkey"

sowie im erst kürzlich an das UN Committee on Economic, Social and Cultural Rights gerichteten Bericht "Human Rights violations by dams in Turkey".