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10.02.2011: Die Ilisu-Connection - Vernichtung im großen Stil    

10.02.2011 Die französische Alstom wird sich am umstrittenen Belo Monte-Staudammprojekt in Brasilien beteiligen und dafür 500 Millionen Euro kassieren. Das gab der Konzern gestern bekannt. Danach wird Alstom ein europäisches Konsortium aus der österreichischen Andritz und der deutschen Voith anführen.

"Was da stolz verkündet wird, ist ein soziales und ökologisches Verbrechen. Alstom bejubelt die Zerstörung einer einzigartigen Naturlandschaft, das Aussterben zahlreicher Tierarten und die Vertreibung von 20.000 Menschen", so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich.

In Kürze dürfte auch Andritz die Verträge in Brasilien unterzeichnen. Damit sind dann an Belo Monte zwei der drei Firmen beteiligt, die auch schon bei Ilisu für negative Schlagzeilen gesorgt haben. Während sich Alstom aus Ilisu zurückgezogen hat, beteiligt sich Andritz weiterhin am Tigris und rühmt sich diesbezüglich mit dem "größten Auftrag der Firmengeschichte" (in Hydro News Nr. 18 / 11-2010).

Damit beteiligen sich die Firmen an der Zerstörung weltweit bedeutsamer Gebiete. Denn was der Tigris mit Hasankeyf für das Kulturerbe der Welt ist, bedeutet der Xingu mit Belo Monte für das Naturerbe der Erde.

Alstom Presseerklärung:

http://www.4-traders.com/ALSTOM-4607/news/ALSTOM-Will-Be-a-Major-Provider-to-the-Belo-Monte-Dam-Hydropower-Plant-in-Brazil-13556741/