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14.05.2010: UNESCO-Berater in Hasankeyf    

Von Ende April bis Anfang Mai besuchte der deutsche Professor Michael Succow zusammen mit Forstexperten und Vertretern der Stop Ilisu Kampagne den Südosten der Türkei, darunter Hasankeyf und das Tigristal. Die Delegation konnte sich in Ilisu ein Bild von den Bauarbeiten machen und besuchte auch andere, bereits abgeschlossene Staudammprojekte um einen Eindruck der Auswirkungen dieser Projekte zu bekommen. Prof. Succow, einer der bekanntesten deutschen Ökologen, Träger des Alternativen Nobelpreises, Mitglied der UNESCO Kommission Deutschland u.v.m zeigte sich am Schluss der Reise tief beeindruckt von der Natur und dem kulturellem Erbe des Gebietes.

Unter anderem wurden die Urformen von Gerste, Roggen und Hafer am Tigris nahe Hasankeyf entdeckt - die Stammformen unserer heutigen Getreidesorten. "Diese Region ist von enormer Bedeutung für die gesamteMenschheit. Es ist mir unbegreiflich, dass die Türkei sie für einen weiteren Staudamm zerstören will. Diese Region wäre ein Paradebeispiel für ein UNESCO Welterbe der Kategorie ‚Natur & Kultur'", so Michael Succow am Schluss der Reise. Er kündigte an, einen Bericht an die UNESCO Zentrale in Paris zu schicken.

  

Prof. Succow (im Vordergrund) bei der Besichtigung der Felseburg in Hasankeyf

Foto rechts: untergangenes Dorf im Stausee des Birecik-Dammes am Euphrat