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02.07.09: „Tatort“ Ilisu: Kommissare und Bürgermeister gegen Ilisu-Projekt    

Schauspieler, Politiker und Regisseure schließen sich Kampagne an

Wien - Wenige Tage vor Ablauf der Frist an die Türkei (6. Juli) und vor der offiziellen Entscheidung, ob die drei Europäischen Staaten aus dem Staudammprojekt aussteigen oder nicht, schließen sich immer mehr prominente Personen aus Kunst und Politik der Kampagne an. Darunter auch die „Tatort Kommissare" wie etwa Eva Mattes, Felix Klare, Ulrike Folkerts, Jochen Senf, Senta Berger, Sebastian Bezzel, Lazlo Kish und Ulrike Bliefert sowie  die Regisseure Fatih Akin und Wim Wenders. „Ich hoffe, wir haben Erfolg mit dieser Kampagne und ich wünsche den Menschen im Zweistromland, dass sie noch lange ungestört und in Frieden dort leben können," so Eva Mattes.

Auch immer mehr Politiker beziehen offen und eindeutig Stellung gegen das Ilisu-Projekt und fordern stattdessen die Ausweisung der Region zum UNESCO Welterbe. Darunter die Bürgermeister der österreichischen UNESCO-Städte Salzburg (Welterbe Salzburg), Gloggnitz (Welterbe Semmering), Krems, Dürnstein (beide Welterbe Wachau), Hallstatt (Welterbe Hallstadt) und Rust (Welterbe Neusiedlersee).

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden: „Ich unterstütze die UNESCO-Petition zum Schutz des Tigristales der Stop Ilisu Kampagne. Geschichte und Kultur sind unsere Identität - darum ist es wichtig an unserem Erbe festzuhalten. Das gilt für die Stadt Salzburg wie für Hasankeyf in der Türkei."

Und Stefanie Hermsen von der Bremer Manfred-Hermsen-Stiftung ergänzt: „Diese Unterstützung von Prominenten ist einmalig. Durch sie erreicht das Projekt und unsere Kampagne Menschen, die sich ansonsten eher wenig mit derartigen Themen befassen. Ilisu geht uns alle an."

Am kommenden Montag läuft die Frist an die Türkei ab. Am Dienstag (7.7.)  werden dann aller Voraussicht nach Deutschland, Österreich und die Schweiz ihre Entscheidung verkünden.