Bilder
Videos & Hoerfunk
Dokumente & Expertenberichte
Ansichtssache

04.06.09: Ilisu - Orhan Pamuk schlie├čt sich der Stop Ilisu Kampagne an    

Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk schließt sich der Kampagne an.Auch er setzt sich nun für die Erhaltung Hasankeyfs und des Tigristals ein und fordert von Deutschland, Österreich und der Schweiz den Ausstieg.

Der Widerstand gegen das Ilisu-Staudammprojekt in der Türkei und gegen eine mögliche Beteiligung Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wird immer stärker. Nun hat sich auch Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk der „Stop Ilisu" Kampagne angeschlossen. Pamuk unterzeichnete die Petition, die den sofortigen Ausstiegder drei europäischen Staaten aus dem Ilisu-Projekt fordert. Die 10.000 Jahre alte Stadt Hasankeyf und das Tigristal sollen stattdessen als UNESCO Welterbestätte geschützt werden.

Orhan Pamuk Die Unterstützung Pamuks kommt zur richtigen Zeit, denn die endgültige Entscheidung über Ausstieg oder Verbleib der drei europäischen Staaten steht unmittelbar bevor. Am 6. Juli läuft die letzte Frist an die Türkei ab. Die politische Entscheidung dürfte aber bereits in den nächsten 2 Wochen fallen - abgesprochen zwischen den drei Ländern. Derzeit gibt es regelmäßige Treffen der drei ECAs - Euler Hermes, OeKB und SERV - sowie intensive Gespräche auf politischer Ebene.

„Orhan Pamuks Stimme hat internationales Gewicht. Sein Engagement gegen dieses Projekt sollte auch dem letzten Befürworter klar machen, dass Europa sich nicht an diesem Projekt beteiligen darf und dass wir es stoppen müssen und werden" so Ulrich Eichelmann von der Stop Ilisu Kampagne.

Zuvor hatte sich bereits der türkische Popstar Tarkan der Kampagne angeschlossen. Auch der deutsch-türkische Filmemacher Fatih Akin sowie zahlreiche andere Prominente und Politiker setzt sich gegen den Bau des Staudammes ein.

Die Petition fordert den türkischen Premier Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Regierungschefs aus Österreich und der Schweiz dazu auf, das Ilisu-Projekt zu stoppen und stattdessen ein UNESCO Weltkultur- und -naturerbe zu etablieren. In der ersten Woche haben knapp 13.000 Menschen unterschrieben.

Unterschreiben Sie die Petition

 

 Foto: Sedat Mehder