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01.05.09: Ilisuprotest beim Maiaufmarsch - Arbeitsplatzargument nicht missbrauchen (Fotos zum Download)    

Noch 66 Tage bis zur Entscheidung

Wien, 1. Mai 2009 Beim Maiaufmarsch in Wien protestierten Gegner des Ilisu-Staudammprojektes heute vor dem Rathaus gegen eine mögliche Beteiligung Österreichs an dem Projekt. Mit Bannern forderten sie den österreichischen Bundeskanzler auf, endlich aus dem umstrittenen Projekt in der Türkei auszusteigen und die Haftungsgarantien zurückzuziehen.

„Gerade am Tag der Arbeit ist es wichtig zu betonen, dass das Arbeitsplatzargument nicht missbraucht werden darf, um Umweltzerstörung, Vertreibung und Kulturvernichtung zu rechtfertigen", so Ulrich Eichelmann, Leiter der Stop Ilisu Kampagne. „Bei Ilisu mit Arbeitsplätzen zu argumentieren wäre opportunistisch, kurzsichtig und hätte fatale Konsequenzen."

Durch das Staudammprojekt am Tigris, das durch die Andritz AG, die deutsche STRABAG-Tochter Züblin AG sowie die Schweizer Alstom gebaut werden soll, würden nur für wenige Jahre Arbeitsplätze in Europa und der Türkei entstehen. Danach wären diese Arbeitsplätze verloren, aber auch 65.000 Menschen ohne Heimat, ein Weltkulturerbe und 400 Kilometer einzigartiger Natur  für immer zerstört.

Am 6. Juli, läuft die letzte Frist an die Türkei ab. Dann muss Österreich zusammen mit Deutschland und der Schweiz endgültig verkünden, ob sie aus dem dramatischen Projekt aussteigen oder nicht. „Das ist die letzte Möglichkeit für die drei Staaten aus diesem desaströsen Projekt einigermaßen ohne Gesichtsverlust herauszukommen", so Ulrich Eichelmann abschließend.

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