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16.03.2009: Weltwasserforum Istanbul: 19 Festnahmen am ersten Tag    

Das heute in Istanbul beginnende Weltwasserforum hat noch nicht wirklich begonnen, da hat es schon seinen nächsten Eklat:
Während der Eröffnungszeremonie am heutigen Vormittag hielten zwei Naturschutzvertreterinnen ein Banner mit "No Destructive Dams!" in die Höhe. Daraufhin wurden sie umgehend abgeführt. Bei den beiden Frauen handelt es sich um Mitarbeiterinnen der NGO "International Rivers" mit Sitz in Berkely, USA. Ihnen droht die Abschiebung. Derzeit versuchen Rechtsanwälte, die beiden frei zu bekommen.

Weitere 17 türkische Personen wurden fast gleichzeitig festgenommen, weil sie vor den Gebäuden des Weltwasserforums protestierten.

Erst vergangene Woche hatte die UNESCO auf Druck der Türkei eine Präsentation auf dem Weltwasserforum absagen müssen. Die UNESCO wollte auf die negativen Folgen von Staudämmen auf das kulturelle Erbe hinweisen.

"Das rücksichtslose Vorgehen der Türkei entlarvt das Motto der Veranstaltung "Gräben überbrücken" schon am ersten Tag als Farce. Es zeigt einmal mehr, dass dieses Forum vor allem eine Marketingveranstaltung der Kraftwerks- und Wasserprivatisierungslobby ist," so Ulrich Eichelmann von der "Stop Ilisu" Kampagne.

Die Proteste werden weitergehen. Das Weltwasserforum endet am kommenden Sonntag.