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12.03.09: Eklat beim Weltwasserforum: UNESCO zieht Präsentation zurück    

Türkei verhindert kritischen Beitrag über Kultur und Staudämme

Wien/Istanbul, 12.3.09 Das Wasserprogramm der UNESCO (IHP = International Hydrological Programme) wollte auf dem Weltwasserforum eine Präsentation über die Auswirkungen von Staudämmen auf  kulturelle Güter machen. Wie jetzt bekannt wurde, wird diese Präsentation auf Druck der Türkei nun nicht mehr stattfinden.

 

Unter dem Programmpunkt 6.5 – Water and Culture - wollten die UNESCO VertreterInnen auf dem nächste Woche in Istanbul beginnenden WWF5 die möglichen Folgen des Staudammbaus auf Kulturgüter darstellen. Doch die türkischen Gastgeber wollten eine Diskussion über konkrete Projekte in der Türkei – etwa Allianoi und Ilisu – verhindern. Nach intensiven Verhandlungen hat die UNESCO letztlich dem Druck der Gastgeber nachgegeben und verzichtet nun auf diese Präsentation.

 

„Damit hat das Weltwasserforum schon vor dem Beginn ihren Skandal. Dieser Vorgang entlarvt die Konferenz als das was sie ist: eine große Lobbyveranstaltung der Wasser- und Energiewirtschaft, auf der kritische Stimmen nicht erwünscht sind,“ so Ulrich Eichelmann von der Stop Ilisu Kampagne. „Wir fordern die Organisatoren des WWF5 auf, die Entscheidung zu revidieren und die Präsentation der UNESCO wieder in das Programm aufzunehmen.“

 

Auch für die drei europäischen Staaten, die in das Ilisuprojekt unterstützen, muss dieser Vorgang unakzeptabel und ein erneuter Hinweis sein, dass die Türkei sich nicht an moderne Standards halten wird. Ein Ausstieg am 6. Juli muss daher die Konsequenz sein.